Vergangenes

 Les trois dénicheurs | Die 3 Raritätenjäger

Samstag, 22. Oktober 2016, 20.00 Uhr

Es war ein ganz besonderer Abend bei uns im Koffer:

Wir waren bis auf den letzten Platz ausverkauft und wir vom Kofferteam gingen mit unserem Publikum auf eine Reise durch das Frankreich unserer Träume! Wir begegneten auf unserem Spaziergang Yves Montand und Juliette Greco, tranken mit Georges Brassens einen Café und beobachteten Serge Gainsbourgh dabei, wie er Walzer tanzte.

Unsere Reiseführer aus unserem Nachbarland waren sichtlich gut aufgelegt und steigerten sich im Laufe des Abends geradezu in einen Rausch von Chansons und Musettes.

Marianne Perrot spielte virtuos ihr Akkordeon, Laurence Gondet schuf mit ihrem Kontrabass die solide Grundlage und Jean-Paul Distel an den Gitarren zeigte in gewohnter Weise sein fast schon überirdisches Können.

Der Funke sprang bereits in den ersten Liedern über und die Begeisterung bei den Gästen war auch in der Pause zu spüren, als wir sn der Theke gefragt wurden, ob wir nicht Gauloises oder Gitanes da hätten…….

Wir sind sicher, dass die drei Denicheurs wieder zu uns kommen! Wir freuen uns drauf!


Theaterkiste Lahr | „Die kleine Hexe“

Schon Tage vor der Veranstaltung am 20. November zeichnete sich ab: da werden wohl beide Vorstellungen ausverkauft sein!

Und so war es auch! Gleich zweimal volles Haus, zusammen vermutlich einhundert begeisterte Kinder und dazu rund vierzig Erwachsene, die mal wieder ganz Kind sein durften.

Die „Theaterkiste“ war wie immer bestens gelaunt und brachte uns wieder ein turbulentes Treiben auf die Bühne.

Wie schrieb eine Zeitung danach? „Theaterkiste und Koffer, das passt zusammen“.

Stimmt!


Ulrike Derndinger und Heinz Siebold | Zwische de Ziilde

 Freitag, 25. November

Es war ein denkwürdiger Abend! Er begann schon damit, dass wir vom Koffer-team vom Andrang an der Abendkasse vollkommen überrascht wurden. Da hieß es dann Stühlerücken und Stühleschleppen! Aber zu guter Letzt – oder besser zum guten Anfang – war dann alles organisiert und die beiden Künstler zündeten ein Feuerwerk von Liedern und Texten, das das Publikum von Anfang an in seinen Bann zog.

Und in unserem Gästebuch ist zu lesen, wie gut es aiuch Uli udn Heinz bei uns gefallen hat:“Schwätz als gradnus witter! S´isch widder richtig guet gsin un mir kumme wern widder mo!“

Na das wollen wir doch hoffen!


Schokolade | Eine Führung ins Reich der Sinne mit Markus Braun

Samstag, 3. Dezember 2016, 20.00 Uhr

Ja, was soll man da sagen? Es war ein ertragreicher und kalorienhaltiger Abend, der allen Gästen und ganz bestimmt auch unserem Vorsitzenden Markus Braun Spaß gemacht hat. Nach einem humorvollen ersten – na , nennen wir´s mal „Vortragsteil“ – ging´ s dann zur Verkostung!  Schokolade und Whisky, Schokolade und Rotwein, Schokolade und Gewürze ……. da blieb nieman mehr auf den Stühlen sitzen udn an allen Orten wurde gekostet, probiert und „gefachsimpelt“.


 KOFFER-DISCO!

Samstag, 10. Dezember 2016

Bunt ging es zu an diesem Abend! DJ Fossi war in seinem Element und die letzten gingen nach Hause, „als es dem Morgen schon graute“. 🙂


 Marty Hall | Release der neuen CD „Platinum Blues“

 Freitag, 13. Januar 2017, 20.00 Uhr

Für uns war es wieder ein ganz besonderes Erlebnis, den kanadischen Musiker bei uns zu haben. Wir geben es gerne zu: Ein bisschen sind wir schon stolz darauf, dass Marty neben vielen Orten in Deutschland und in Europa wieder den Koffer ausgesucht hat für ein Konzert. Er hatte seine neue CD im Gepäck und zeigte einem begeisterten Publikum, was den Blues ausmacht. Aber aus den Reaktionen war auch zu spüren, dass diese Botschaft einem überaus fachkundigen Publikum überbracht wurde. Marty brachte den Koffer zum Grooven!


Vetterlis-wirtschaft

Samstag, 11. Februar 2017, 20.00 Uhr

Traditionelle Lieder, moderne Rhythmen – Vetterliswirtschaft nimmt ihr Publikum mit auf eine Zeitreise durch fünf Jahrhunderte und lädt dazu ein, Volksmusik neu zu ntdecken.

In eine musikalische Schublade will das Quintett nicht passen. Es ist vielmehr die musikalische Vielfalt und ihre ganz eigene Art der Interpretation, mit der die fünf Musiker aus der Ortanau sich eine Fangemeinde erspielt haben. So kombiniert Vetterliswirtschaft mittelalterliche Klänge mit alemannischer Mundart, lässt tradierte Liebes- und Trinklieder etwa aus Deutschland, Frankreich oder Polen mitunter auch mit jazzigen Anleihen neu aufleben und vertont moderne Gedichte auf wunderbar verspielte Weise.


Gertrudis Weiß & Wendelinus Wurth

Samstag, 4. März 2017, 20.00 Uhr

LAHR. Dialektsprecher schwören drauf: Echte Gefühle lassen sich am besten in der Mundart ausdrücken. Denn das dahingeflüsterte und außerdem selten zu hörende „I mog di“ klinge allemal schöner als „Ich liebe dich“. Wendelinus Wurth und Gertrudis Weiß hatten am Samstagabend im Hugsweirer Koffer noch viele weitere Liebeserklärungen dabei. Offensichtliche und eher versteckte, handfeste und zarte.
Dass die Schmetterlinge im Bauch sich in langjährigen Beziehungen schon mal schlafen legen, nach längerer – und anfangs gar genossener – Abwesenheit des Partners aber wieder erwachen können, das beschreibt Claudia Ramsteiner in einem Gedicht. Doch das war schon der zweite Teil des Abends, der, in dem „es scho ebs gwore isch mit dr Liabi“.
Anfangs zitierten Wurth und Weiß die für junge Leute kaum mehr nachvollziehbaren Schwierigkeiten, wie man früher zueinander finden musste: Am Kammerfenster um Einlass betteln, beim Waldspaziergang vor Aufregung kaum ein Wort herausbringen. Die meisten, aber nicht alle Autoren, deren Gedichte vorgetragen werden, sind ältere Semester, die ihre Jugenderinnerungen verarbeiten. Natürlich kommt auch Johann Peter Hebel zu Wort mit dem „Hexlein“ und der Liebesgeschichte zwischen „Hans und Verene“, aber auch viele andere Mundart-Autoren aus Schwaben und Baden, unter anderem Hermann Burte, Richard Gäng, Markus-Manfred und Gerhard Jung, Stefan Pflaum oder Sebastian Blau.
Wurth zitiert auch eigene Werke wie die Erinnerung an eine besondere Walpurgisnacht. Gertrudis Weiß, die selbst nicht schreibt, sondern seit einigen Jahren als Rezitatorin auftritt, trägt vor allem Gedichte von Autorinnen wie Doris Oswald und Rosemarie Banholzer vor, und hat auch den Schwäbischen Zungenschlag im Repertoire.
Doch es geht nicht nur um die gelungene Liebe, sondern auch um Abnutzungserscheinungen – „Mir hond schon lang kei updating meh gmacht“ – und das gelegentliche Genießen von Auszeiten von der Zweisamkeit – „Komme, mei Schätzle, komme brauchsch nit“. Überraschende Bilder fallen den Mundart-Autoren ein, die schon mal einen Kuss mit dem Geschmack von „Hefezopf mit Gsälz“ (Marmelade) vergleichen. Und wer hätte gedacht, dass der Vorschlag „mitenander spaare“ als schwäbischer Heiratsantrag zu werten ist?
Wendelinus Wurth aus Gutach in der Ortenau ist Mitherausgeber der 2009 im Drey-Verlag erschienenen Anthologie „mag di mog di mig di – Alemannische Liebesgedichte“, der die meisten der vorgetragenen Gedichte entnommen wurden.

Juliana Eiland-Jung